Leserbrief vom 20.07.2023

Leserbrief: DIE CHANCE NUTZEN - STADTMUSEUM SANIEREN UND MARKTPLATZ WEITER DENKEN

Das Stadtmuseum Lippstadt befindet sich seit vielen Jahren in einem unwürdigen und beschämenden Zustand. Dazu hatte der Rat der Stadt Lippstadt schon vor Jahren den Auftrag an die Verwaltung erteilt, die Sanierung des Stadtmuseums durchzuführen, ohne dass irgendetwas in der Zwischenzeit geschehen ist. Nach dem zusätzlich entstandenen Schaden durch den Tornado im Mai 2022 wurde das Dach des Museums nur notdürftig geflickt. 15 Monate lang ist dann wiederum nichts passiert. Daher verwundert es nicht, dass durch das grob fahrlässige Unterlassen von Sanierungsmaßnahmen jetzt ein erheblicher, weiterer Schaden durch den ungehinderten Wassereintritt bei dem Unwetter am 22. Juni 2023 entstanden ist. Da hilft dann auch der immer wieder beschworene Personalmangel der Stadtverwaltung nicht mehr als Ausrede, sondern da geht es um Priorisierungen und die fehlende Wertschätzung für das Museum seitens der verantwortlich handelnden Personen. Unsere Nachbarstädte sind da ganz anders vorgegangen und sind uns weit voraus, weil sie bereits für ihre Bürgerinnen und Bürger über viele Jahre in die jeweilige Museumslandschaft und die Attraktivität der Innenstädte investiert haben.

Das Stadtmuseum und die Entwicklung des Marktplatzes werden seitens der Verwaltung in ihrem zeitlichen Fortschritt immer wieder verzögert, um das offensichtlich bevorzugte Thema „Thermalbad in Bad Waldliesborn“ in den Vordergrund zu schieben. Das passiert, obwohl die Bürgerinnen und Bürger im Gegensatz zum Thermalbad umfangreich beteiligt wurden und ein eindeutiges Votum bei dem Prozess zur Marktplatzentwicklung abgegeben haben und obwohl finanzielle Landes- und Bundesförderungen möglich sein könnten, wenn sich die Verantwortlichen nur qualifiziert darum bemühen würden.

Der größte Arbeitgeber der Stadt hat unlängst seine dringenden Erwartungen an die Stadt weiter-gegeben. Attraktivitätssteigerungen der Innenstadt und ein zeitgemäßes Wohnumfeld mit einem sehr guten Bildungsangebot werden da unter anderem als Unterstützung für die Akquisition qualifizierter Arbeitskräfte nicht nur von Forvia sondern auch von anderen mittelständischen Unternehmen gewünscht. Das Stadtmuseum und der Marktplatz wären hier geradezu ein idealtypischer Baustein, um endlich etwas für die Attraktivierung der Innenstadt und für alle Bürger der Stadt zu tun.

Daher geht unsere dringende Bitte an die Verantwortlichen in der Stadt Lippstadt: die Blockadehaltung aufzugeben und gemeinsam mit der Politik, den beteiligten Vereinen und den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern aus der Bürgerschaft das Museumsofort zu sanieren und an der Realisierung des Projektes Museums- und Marktplatzgestaltung für die Zukunft der Innenstadt von Lippstadt und damit für unsere nachfolgenden Generationen zügig weiterzuarbeiten!

Wir freuen uns über jede Unterstützerin und jeden Unterstützer. Die Stadt Lippstadt hat ein herausragendes Potenzial und es lohnt sich, sich für unseren Museumsstandort, eine positive Innenstadtentwicklung und für die Bürger in Lippstadt zu engagieren.

Lippstädter Kulturrat e. V.

Gez. der Vorstand: Daniela Daus, Dagmar Liebscher, Bernd Passgang, Sabine Brölemann-Dalhoff, Dr. Yasmine Freigang

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